Close

• Ausstellungsreihe »3_kaleidoskop?« – Malerei, Grafik, Objekt

25.09.2022 bis zum 13.11.2022, mit Michaela Düllberg, Rose Fehr- von Ilten, Barbra Giesbert, Petra Eick, Ulla Kallert, Claudia Karweick, Claudia Terlunen, Wendy Wendrikat, Hartmut Willutzki, Gabriele Wirths

3_kaleidoskop 25.09.2022-13.11.2022 Eröffnung am So., den 25. September 2022 um 15.00 Uhr

Wer hat nicht als Kind fasziniert durch ein Kaleidoskop geschaut, um das Wunder der sich immer wieder neu formierenden, farbigen Kristallstrukturen zu bestaunen?

Das Prinzip des Kaleidoskops besteht darin, dass in einem Rohr, an dessen einem Ende sich zwischen zwei mattierte Glasplatten gelegte transparente, farbige Objekte und am anderen Ende eine runde Öffnung zum Durchsehen befinden. Durch innen angebrachte, sich berührende Spiegelstreifen spiegeln sich die Objekte mehrfach und bilden durch Drehen eine unendliche Vielfalt von symmetrischen Mustern aus.

Das Kaleidoskop war ursprünglich schon den alten Griechen bekannt, wurde erst 1816 vom schottischen Physiker David Brewster erneut entdeckt und 1817 als Patent angemeldet. Der Begriff Kaleidoskop leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet „schöne Formen betrachten“.

Kaleidoskope sind aber mehr als ein optisches Spielzeug. Sie können die Phantasie beflügeln und sogar eine meditative Wirkung entfalten.

Laut dem Wörterbuch der deutschen Sprache ist das Kaleidoskop im übertragenen Sinn „eine bunte abwechslungsreiche anregende Mischung von etwas; etwas, das durch ständig wechselnde Farben, Formen, Eindrücke o.Ä. gekennzeichnet ist“. Typische Begriffsverbindungen zu Kaleidoskop sind u.a. bunt, facettenreich, farbig, faszinierend, funkelnd, leuchtend, schillernd, verwirrend.

Als Ausstellungsprinzip in der Reihe „Form the Flow“ bedeutet Kaleidoskop eine nach bestimmten Kriterien hergestellte Vielfalt von Farben und Formen, die durch Spiegelungen entsteht.

Spiegelung meint hier aber nicht das reine Abbild von etwas, sondern die dem Kaleidoskop ähnliche Brechung, Vervielfältigung und die dadurch entstehende Veränderung einer ursprünglichen Abbildung.

Ähnlich wie die sogenannten Spiegelneuronen unser Verhalten in Beziehungen steuern,  treten durch diese Art von Spiegelung die eigenen Werke mit denen anderer in Interaktion. Die Arbeiten beeinflussen sich gegenseitig, indem die Künstler*innen die Malweise, die Farbigkeit, die Form, den Pinselduktus etc. einer jeweils anderen aufnehmen und auf ihre eigenen Werke anwenden. Wie stark dieser Einfluss ist, ob es ein Kampf ist, Anpassung oder ein Zusammenspiel, bestimmen die Künstler*innen selbst.

In Gruppen von jeweils drei Künstler*innen werden je zwei Arbeiten im Format 20×20 cm hergestellt. Dabei sind sowohl Malerei, als auch Zeichnung, Objekt und Fotografie möglich. Die Arbeiten sollten nicht gerahmt werden. (Zur Herstellung von Objektkästen eigenen sich u.a. auch die Holzkörper Casani von Boesner).

Die Arbeiten werden beim ersten Treffen so getauscht, dass jeder seine eigenen beiden Arbeiten an zwei andere weitergibt, und dafür jeweils zwei andere Arbeiten erhält. Die ursprünglichen beiden Werke werden nun so modifiziert und neu gestaltet, dass der Einfluss der fremden Arbeiten zu erkennen ist. Es entstehen auf diese Weise je zwei neue Arbeiten. Der Tauschvorgang kann beliebig oft wiederholt werden, sodass zum Schluss eine Fülle von Werken entsteht, die auf vielfältige Weise formal und inhaltlich miteinander verbunden sind.

Nach einem in der jeweiligen Gruppe festgelegten Prinzip an die Wand gebracht, bilden die Arbeiten dort wiederum eine Kaleidoskop-ähnliche Struktur. In dieser kann der Betrachter Einflüsse oder Beziehungen der Arbeiten erkennen, entschlüsseln oder einfach meditativ als „schöne Form“ betrachten.

Zusätzlich ist eine Gestaltung des Raumes und der Schaufenster geplant, die dem Prinzip eines Kaleidoskops angelehnt ist.

(Bilder folgen in Kürze)

Beteiligte Künstlerinnen – 3_kaleidoskop:

13.03.2022 bis zum 25.09.2022, mit Marika Bergmann, Barbera Giesbert, Petra Eick, Heide Möller, Monika Pfeiffer

3_kaleidoskop 25.09.2022-13.11.2022 Eröffnung am So., den 25. September 2022 um 15.00 Uhr

Weitere Informationen zu den Künstler*innen der Produzenten-Galerie 42 hier.

Teilnehmende Künstler an der Ausstellungsreihe „form_the_flow“ für das Jahr 2022/23:
Marika Bergmann, Michaela Düllberg, Petra Eick, Rosa Fehr-von Ilten, Barbara Giesbert, Sabine Gorski, Ulla Kallert, Claudia Karweick, Heide Möller, Heinrich Möller, Monika Pfeiffer, Annelie Sonntag, Claudia Terlunen, Wendy Wendrikat, Hartmut Willutzki, Gabriele Wirths

Kontaktaufnahme unter info@kunstimkreuzviertel.de, Informationen zu den allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen befinden sich im Eingangsbereich.
www.kunstimkreuzviertel.de